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Erklärung des Vorsitzes im Namen der Europäischen Union zur Überstellung Radovan Karadzics an den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag

  • Datum: 30.07.2008

Die Europäische Union begrüßt die Überstellung Radovan Karadzics an den Internationalen
Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag.
Die Festnahme Radovan Karadzics durch die serbischen Behörden und seine anschließende
Überstellung bedeuten einen wichtigen Schritt im Rahmen des Aussöhnungsprozesses
der westlichen Balkanstaaten und der Annäherung Serbiens an Europa. Die Europäische
Union ruft Serbien auf, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und die letzten beiden Angeklagten,
die noch auf freiem Fuß sind, ausfindig zu machen und nach Den Haag zu überstellen.
Das Verfahren vor dem IStGHJ gegen Herrn Karadzic, der wegen Völkermordes, Verbrechen
gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen angeklagt ist, wird zur Wahrheitsfindung
beitragen und dafür sorgen, dass den Opfern und ihren Familien Gerechtigkeit
zuteil wird.

Die Europäische Union spricht dem IStGHJ ihre Unterstützung für die wesentliche und
vorbildliche Arbeit aus, die er im Dienst der internationalen Justiz leistet.
Die Bewerberländer Türkei, Kroatien* und ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien*,
die Länder des Stabilisierungs- und Assoziierungsprozesses und potenziellen Bewerberländer
Albanien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro, die dem Europäischen
Wirtschaftsraum angehörenden EFTA-Länder Island, Liechtenstein und Norwegen sowie
die Ukraine, die Republik Moldau, Armenien und Georgien schließen sich dieser Erklärung
an.

* Kroatien und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien nehmen weiterhin am
Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess teil."

  • Aktualisiert am: 15.09.2008
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