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Informelles Treffen der EU-Minister für Entwicklung: Die Antwort der EU auf die Nahrungskrise

© F. de La Mure, MAEE © F. de La Mure, MAEE
  • Datum: 30.09.2008

Die für Entwicklung zuständigen Minister der EU-Mitgliedstaaten riefen gemeinsam mit der Europäischen Kommission und Mitgliedern des Europäischen Parlaments zu einem schnellen Abschluss der auf der Basis des Vorschlags der EU-Kommission zur Nahrungsmittelfazilität begonnenen Arbeit bei gleichzeitiger Respektierung der Schlussfolgerungen des Europäischen Rates vom Juni 2008 und der aktuellen finanziellen Perspektiven auf.

Die für Entwicklung zuständigen Minister der EU-Mitgliedstaaten unterstützen den Vorschlag einer zusätzlichen Antwort der Europäischen Union auf die Nahrungsmittelkrise, um dadurch ihren Auswirkungen auf die in Armut lebenden Menschen in den Entwicklungsländern entgegenzuwirken. Sie erkennen die Notwendigkeit sofortiger Hilfsmaβnahmen an, mit denen den Ärmsten schnellstmöglich geholfen werden kann, durch die die Ernten der kommenden Jahre gesichert werden und nachhaltige, zur Bewältigung des Bevölkerungs- und Verbraucherwachstums unbedingt notwendige Verbesserungen der zukünftigen landwirtschaftlichen Produktion umgesetzt werden.

Des Weiteren müssen langfristige Strategien ausgearbeitet werden, um gegen die tiefer liegenden Gründe dieser Krise anzugehen, eine nachhaltige familiäre Nahrungsmittelproduktion wiederzubeleben, die Entwicklung zu unterstützen und Investitionen aus der Privatwirtschaft zu fördern, gegen die schwierigen landwirtschaftlichen Bedingungen anzugehen und um den Entwicklungsländern zu helfen, Preisschwankungen und Nahrungsmittelknappheit gegenüber weniger verwundbar zu sein.

Im Rahmen der Weltweiten Partnerschaft für Landwirtschaft und Ernährung, die in Rom ins Leben gerufen wurde und vom Europäischen Rat vom Juni 2008 mit dem Aktionsprogramm der Europäischen Union für die Millenniumsziele beschlossen wurde, werden mit den Partnerländern der EU konkrete Pläne ausgearbeitet. Das Follow-up dieses Prozesses ist ab dem Rat „Allgemeine Angelegenheiten und Auβenbeziehungen“ im kommenden November gesichert.
Die Minister betonten die Notwendigkeit zur Koordinierung mit der laufenden Arbeit der UN-Task-Force und den Bedarfsbewertungen der UN-Fachorganisationen.

Um schnell handeln zu können, ist es notwendig, bis Ende 2008 eine Liste der Maβnahmen und vor allem der nötigen Infrastrukturen für die Wiederbelebung der Landwirtschaft auszuarbeiten. Dies muss in Absprache mit den EU-Mitgliedstaaten und der EU-Kommission, der Europäischen Investitionsbank, der Afrikanischen Entwicklungsbank, der Weltbank, der Partnerländer und regionalen Organisationen sowie, für Afrika, mit der AEB und der Afrikanischen Union/NEPAD erfolgen.

Weitere Informationen unter
 

  • Aktualisiert am: 06.10.2008
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