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Jahreskonferenz des europäischen Netzwerks der nationalen Räte für Nachhaltige Entwicklung

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  • Von: 08.10.2008
  • Bis: 11.10.2008
  • Ort: Bordeaux, Amphithéâtre de la Caisse d'Epargne und Hotel Ibis Mériadeck

Der französische Nationale Rat für Nachhaltige Entwicklung ist in diesem Jahr Gastgeber der 16. Vollversammlung der European Environment and Sustainable Development Advisory Councils (EEAC), des europäischen Netzwerks der nationalen Räte für Nachhaltige Entwicklung. Die für den 8. bis 11. Oktober geplanten internen Sitzungen des EEAC finden vor und nach der Plenarkonferenz zum Thema "Langfristige Nachhaltigkeitsstrategien in Europa" ("Sustaining Europe for a long way ahead") am Freitag, den 10. Oktober, statt.

Die Plenarkonferenz am 10. Oktober 2008 wird all ihren aus der Zivilgesellschaft stammenden Teilnehmern die Gelegenheit bieten, eine langfristige Vision Europas vorzubringen, welche sowohl die Risiken als auch die Herausforderungen einbezieht, denen sich Europa vom Standpunkt der nachhaltigen Entwicklung aus heute gegenüber sieht.

Ziel der Konferenz ist es, Wege zur Umsetzung langfristiger Politikprogramme zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung in Europa vorzuschlagen, die sich um acht von der EEAC-Arbeitsgruppe "Nachhaltige Entwicklung" festgelegte Themengebiete drehen: Governance, soziale Gerechtigkeit, Demografie, Märkte, Bildung, Kultur, Vielfalt und europäisches Budget. Zu diesen Themen wird das EEAC mittels einer Resolution, die der Annahme durch die Gesamtheit der nationalen Räte für Nachhaltige Entwicklung unterworfen ist, Empfehlungen an die Europäische Kommission aussprechen. Letztere wird versuchen, einen geeigneten institutionellen und Entscheidungsrahmen auszuarbeiten, der es gestattet, die nachhaltige Entwicklung auf europäischer Ebene langfristig besser einzubeziehen.

Die ökologischen und finanziellen Konsequenzen des Klimawandels, insbesondere im Hinblick auf Naturrisiken, Artenschwund und die Verringerung von Nahrungsressourcen erzeugen in der Tat immer gröβer werdende Gefahren für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Einzelnen und der Bevölkerung insgesamt. Die Folgen dessen sind, vor allem in den Entwicklungsländern, bereits sichtbar, wie es die steigende Armut, die unterbrochene Versorgung mit Nahrungsmitteln und die notgedrungene Auswanderung beweisen. Zudem verschärfen sich diese Faktoren durch die instabilen Finanzmärkte sowie aufgrund der wachsenden Kluft zwischen Reich und Arm, von der die Massenunruhen hungernder Menschen bezeugen, deren Auslöser die stark gestiegenen Nahrungsmittelpreise waren. All diese Elemente müssen in einer langfristigen Ausrichtung der gegenwärtigen Politik resultieren.

Das 1993 gegründete EEAC ist ein Netzwerk, das rund dreißig nationale Räte für Umwelt und nachhaltige Entwicklung aus 15 verschiedenen Ländern umfasst. Sein Ziel es ist, unabhängige und wissenschaftlich fundierte Meinungen zu Fragen in den Bereichen Umwelt und nachhaltige Entwicklung zu fördern, um damit letztendlich einen Einfluss auf die europäische Politik in diesen Bereichen auszuüben. Der französische Nationale Rat für Nachhaltige Entwicklung (CNDD) ist seit dem 1. Januar 2007 offizielles Mitglied dieses Netzwerks.

  • Aktualisiert am: 23.12.2008
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