Gipfel der Regionen zum Klimawandel
- Von: 29.10.2008
- Bis: 30.10.2008
- Ort: Saint-Malo, Palais du Grand Large
Im Rahmen des "Klima-Energie-Pakets", eine der Prioritäten der französischen EU-Ratspräsidentschaft, wollen die Regionen die Wichtigkeit der regionalen Ebene bei der Bekämpfung der globalen Klimaerwärmung hervorheben.
Auf Initiative des Netzwerkes nrg4SD organisiert die diesem Netzwerk angehörende Region Bretagne am 29. und 30. Oktober gemeinsam mit der Konferenz der peripheren Küstenregionen Europas (KPKR) den 1. Weltgipfel der Regionen zum Klimawandel. Bis 15. September hatten sich bereits Vertreter von 75 Regionen aus 50 verschiedenen Ländern angemeldet.
Eines der Hauptziele des Gipfels ist die Vertiefung der Beziehungen zwischen den supranationalen Organisationen im Bereich der Klimaerwärmung. Die Europäische Kommission beteiligt sich durch die Anwesenheit von Vertretern der Generaldirektionen Regionalpolitik, Entwicklung, Umwelt und Auβenbeziehungen, der Ausschuss der Regionen mit der Anwesenheit seines Präsidenten. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) sowie das französische Ministerium für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten unterstützen diese Initiative. Zudem soll anlässlich dieses Treffens ein wichtiges UNDP-Programm zur Unterstützung von regionalen Initiativen für die Erstellung und Umsetzung von regionalen Klimaplänen vorgestellt und eingeleitet werden.
Neben den wissenschaftlichen Aspekten soll der Gipfel von Saint-Malo zur Gegenüberstellung von praktischen Erfahrungen dienen, die später, insbesondere im Hinblick auf eine Nord-Süd-Solidarität, eventuell übertragbar und gemeinsam nutzbar sind. Die Bretagne und die Mitglieder des Netzwerks möchten hierdurch den praktischen "Mehrwert" hervorheben, den die Regionen bei der Bekämpfung der globalen Erwärmung schaffen können.
Zu einem Zeitpunkt, an dem die Abschlussverhandlungen zum "Klima-Energie-Paket" der Europäischen Union stattfinden und die internationalen Diskussionen im Hinblick auf die Konferenz von Kopenhagen 2009, bei der Grundlagen für den Zeitraum nach Auslaufen des Kyoto-Protokolls gelegt werden, voranschreiten, möchten sich die Regionen in die europäischen und internationalen Debatten einbringen.
Das Netzwerk nrg4SD
Das nach dem Gipfel von Johannesburg 2002 eingerichtete Netzwerk der Regionalregierungen für nachhaltige Entwicklung (Network of regional governments for sustainable development) umfasst heuute mehr als 35 Mitglieder aus 16 Ländern. Dank der Beteiligung von vier regionalen Netzwerken (KPKR/Europa, Northern Forum/Polargebiete, OLAGI/Lateinamerika, ABEMA/Brasilien) weitet sich das Wirken von nrg4sd weit über diese Grenzen aus. Unter Vorsitz der spanischen Region Baskenland und der südafrikanischen Region Western Cape vertritt das Netwzwerk nrg4SD die Regionen auf internationaler Ebene und verdeutlicht deren zentrale Bedeutung bei der Bekämpfung der Klimaerwärmung. Das Netzwerk verfügt über einen Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen und ist an der UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel und beim Rat der Gouverneure/Globales ministerielles Umweltforum des UNEP beteiligt.
- Aktualisiert am: 18.12.2008


