Bericht des informellen Treffens der Außenminister der Europäischen Union
Javier Solana, Bernard Kouchner, Benita Ferrero-Waldner
© Frédéric de La Mure
- Datum: 03.11.2008
- Ort: Marseille, Palais du Pharo
Vor der Eröffnung der Ministerkonferenz des „Barcelona-Prozesses: Union für das Mittelmeer“ trafen sich, auf Einladung des französischen Ministers für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten Bernard Kouchner, die Außenminister der EU-Mitgliedstaaten mit dem Generalsekretär des Rates und Hohen Vertreter für die Gemeinsame Auβen- und Sicherheitspolitik (GASP) Javier Solana und der EU-Kommissarin für Auβenbeziehungen Benita Ferrero-Waldner am 3. November in Marseille, um am Vortag der Wahlen in den USA ihre gemeinsamen Überlegungen zur Verwirklichung einer engeren Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten fortzusetzen.
Bereits bei ihrem informellen Treffen in Avignon hatten die EU-Außenminister eine Diskussion über die Art und Weise begonnen, wie die Europäische Union den politischen Dialog mit den Vereinigten Staaten stärken könnte, um bei der Lösung regionaler Krisen mehr Gewicht zu erhalten und die transatlantische Abstimmung angesichts der groβen globalen Herausforderungen zu vertiefen.
Bernard Kouchner betonte die Notwendigkeit, gemeinsam mit der nächsten US-amerikanischen Regierung ein neues Kapitel der transatlantischen Beziehungen aufzuschlagen.
Die Prioritäten dieser neuen transatlantischen Partnerschaft, wie sie sich die Europäische Union wünscht, sollen folgende sein:
- Die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und Europa, um die Wirksamkeit der multilateralen Institutionen beim Krisenmanagement und beim Ausgleich der weltweiten Ungleichgewichte zu stärken, unter anderem auch durch die volle Einbindung der wichtigsten Schwellenländer.
- Die Lage im Nahen und Mittleren Osten, um die positiven Entwicklungen beim Friedensprozess, in Irak, bezüglich der Beziehungen zwischen Syrien und Libanon sowie im Hinblick auf Iran zu fördern, wobei letzteres Land auch weiterhin eine Quelle der Sorge bleibt.
- Die Lage in Afghanistan, wo sich die Vereinigten Staaten und die EU-Mitgliedstaaten an der Seite der afghanischen Bevölkerung für den Frieden und den Wiederaufbau des Landes einsetzen
- Die Beziehungen zu Russland und das Interesse an einem gemeinsam abgestimmten Ansatz, welcher auf Dialog und den Respekt der internationalen Regeln baut.
Pressekontakt:
Ministerium für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten
Direction de la communication et de l’information
Tel : + 33 1 43 17 52 01
Anne BOILLON – anne.boillon @ diplomatie.gouv.fr
Olivier GAUVIN – olivier.gauvin @ diplomatie.gouv.fr
- Aktualisiert am: 30.12.2008

