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Bericht von den Europäischen Entwicklungstagen in Straßburg

Europäischen Entwicklungstagen, © Ministère de l'économie, de l'industrie et de l'emploi Europäischen Entwicklungstagen © Ministère de l'économie, de l'industrie et de l'emploi
  • Datum: 17.11.2008
  • Ort: Straßburg

Im Rahmen der französischen Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union fanden vom 15. bis 17. November in Straßburg die dritten Europäischen Entwicklungstage statt. Es handelt sich dabei um eine der bedeutendsten entwicklungspolitischen Veranstaltungen der französischen Ratspräsidentschaft. Hauptthema der diesjährigen Ausgabe war die lokale Governance.

Die zwischen der Konferenz über die Effizienz der Entwicklungshilfe in Accra und der Doha-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung stattfindenden Europäischen Entwicklungstage sind eine der bedeutendsten entwicklungspolitischen Veranstaltungen der französischen Ratspräsidentschaft. Hauptthema der vom französischen Außenminister Bernard Kouchner und vom französischen Staatssekretär für Zusammenarbeit und Frankophonie Alain Joyandet eröffneten und beschlossenen Konferenz war dieses Jahr die lokale Governance.

Folgendes muss zur 2008-Ausgabe festgestellt werden: 

  • Die Zahl, die Qualität und die Vielfalt der Teilnehmer war auβergewöhnlich. Aus der ganzen Welt kamen die 5000 Teilnehmer, die mehr als 1200 in der Entwicklungspolitik tätigen Organisationen repräsentierten, darunter Regierungen, Agenturen, NGOs, Universitäten und – die angesichts des diesjährigen Thema besonders im Mittelpunkt stehenden – lokalen Gebietskörperschaften. 
  • Zahlreicher Minister und sogar Staats- und Regierungschefs von der nördlichen wie von der südlichen Hemisphäre beehrten die Konferenz mit ihrer Anwesenheit, so z. B. der Präsident von Burkina Faso, Vorsitzende der ECOWAS und der UEMOA Blaise Compaore, die Premierministerin von Haiti Michèle Pierre-Louis, der Präsident von Madagaskar Marc Ravalomanana, der Präsident von Mali Amadou Toumani Touré, und der Präsident von Benin Thomas Yayi Boni. Der Vorsitzende der Bewegung für den demokratischen Wandel von Simbabwe Morgan Tsvangiraï kam ebenfalls nach Straßburg, um an der Abschlusszeremonie der Europäischen Entwicklungstage teilzunehmen.
  • Einen Tag nach dem G20-Gipfel in Washington wurde noch einmal betont, dass es notwendig ist, Entwicklungsfragen bei der globalen Antwort auf die Finanzkrise zu berücksichtigen. Diese Notwendigkeit wurde insbesondere vom französischen Minister für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten Bernard Kouchner, hervorgehoben. Der französische Staatssekretär für Zusammenarbeit und Frankophonie Alain Joyandet lud am 17. November seine europäischen Amtskollegen und die Leiterin der amerikanischen Entwicklungsbehörde USAID Henrietta Fore zu einem Mittagessen, bei dem Gespräche mit dem Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union und mehreren in Straßburg anwesenden Ministern von Partnerländern (Demokratische Republik Kongo, Senegal, Kap Verde, Kamerun, Togo, Benin, Jemen) geführt wurden. Kurz vor Beginn der Doha-Konferenz ist das am Ende dieses Treffens einstimmig angenommene Kommuniqué, insbesondere angesichts der Vielfalt der Teilnehmer, ein wichtiges Statement zu den Auswirkungen der Finanzkrise auf die Entwicklungsländer, zur Frage der Berücksichtigung deren Interessen bei den Maβnahmen, die ergriffen werden, und zur Bestätigung der Verpflichtungen der Entwicklungshilfe leistenden Länder.
  • Die Europäische Union wurde aufgerufen, sich stärker bei der Bekämpfung der Nahrungskrise einzubringen. Staatssekretär Alain Joyandet kündigte die von der französischen Ratspräsidentschaft organisierte Konferenz zu den Investitionen in den Agrarsektor an (8. Dezember 2008).
  • Die Charta zur Unterstützung der Zusammenarbeit im Bereich der lokalen Governance wurde lanciert. Diese ist das Ergebnis einer mehrmonatigen Arbeit unter Beteiligung aller betroffenen Akteure. Dieser Prozess wurde in den Schlussfolgerungen des Rates der Europäischen Union vom 11. November begrüßt.
  • Es wurde der Wille gezeigt, die Herausforderungen der Entwicklungspolitik stärker in den Vordergrund zu rücken und ein positives Bild von Afrika zu zeichnen. Diese Ziele verfolgte auch der die Europäischen Entwicklungstage begleitende kulturelle Teil. In ganz Straβburg versuchten Diskussionen, Konzerte, Filme, Ausstellungen sowie eine Messe zu von Frauen geleiteten Kleinstunternehmen, für die Entwicklungspolitik zu sensibilisieren. Cultures France erstellte Filmreportagen zu den Veranstaltungen, die auf der Internetseite der Europäischen Entwicklungstage zu sehen sind.



Die dritten Europäischen Entwicklungstage: "Wenn Davos auf Porto Alegre trifft!"  (Ankündigung der Veranstaltung)


 

  • Aktualisiert am: 27.12.2008
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