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Kolloquium zur "Klausel der meistbegünstigten Europäerin - das Beste aus Europa für die Frauen"

Klausel der meistbegünstigten Europäerin, © Choisir la cause des femmes Klausel der meistbegünstigten Europäerin © Choisir la cause des femmes
  • Von: 27.11.2008
  • Bis: 28.11.2008
  • Ort: Paris
Beim Kolloquium zur "Klausel der meistbegünstigten Europäerin" findet ein Meinungsaustausch zwischen Persönlichkeiten der Frauenrechtsbewegung und politischen Entscheidungsträgern aus der Europäischen Union statt. Ausgehend von einer vergleichenden Studie zu den verschiedenen gesetzlichen Regelungen der 27 EU-Mitgliedstaaten hat die Veranstaltung das Ziel, ein Verzeichnis der fortschrittlichsten Gesetze in Europa zu erstellen.

Der Entwurf der Klausel der meistbegünstigten Europäerin zielt auf eine Synthese der besten in der Europäischen Union bestehenden Gesetze zu Frauenrechten ab, um diese auf alle europäischen Bürgerinnen anwenden zu können. Dieses ehrgeizige Projekt wird seit zwei Jahren vom Verein "Choisir la cause des femmes" vorangetrieben, der von den zwei französischen Feministinnen Simone de Beauvoir und Gisèle Halimi gegründet wurde. Dieses Gesetzespaket wurde von Juristen, Anwälten, Führungskräften und Verantwortlichen der Gewerkschaften ausgearbeitet und verfolgt drei Ziele gleichzeitig: dokumentarische Recherche zu Frauenrechten in der Europäischen Union und vergleichende Analyse der Gesetzgebungen; Netzwerkarbeit und politische Treffen; juristische Überlegungen zur Durchführbarkeit der Klausel.

Erster Teil der Studie "Choisir la cause des femmes", die im Mai 2008 im Verlag "Editions des femmes" unter dem Titel "La Clause de l'Européenne la plus favorisée" (Die Klausel der meistbegünstigten Europäerin) erschien, sind die Analyse und der Vergleich der Lage der Frauen in den 27 EU-Mitgliedstaaten, um anschließend die für die Frauen vorteilhaftesten Gesetze auszuarbeiten. Parallel dazu ermöglichte es ein Netzwerk bestehend aus zwei Persönlichkeiten pro EU-Mitgliedstaat (jeweils ein Regierungsvertreter und eine Frauenrechtlerin, wobei die mit ihnen geführten Interviews den zweiten teil der Studie ausmachen) dem Verein, seine Überlegungen zu vertiefen und die bereits formulierten Vorschläge zu bereichern. Daraus entstand ein aus 14 Teilen bestehendes Gesetzespaket, welches "Choisir la cause des femmes" für alle europäischen Bürgerinnen durchsetzen möchte.

Zu diesem Kolloquium kommen die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Margot Wallström, der EU-Kommissar für soziale Angelegenheiten Vladimir Špidla, der Minister für Auswärtige Angelegenheiten Bernard Kouchner, der Staatssekretär für Europäische Angelegenheiten Jean-Pierre Jouyet sowie die Staatssekretärin für Solidarität Valérie Létard zusammen. Sie alle werden sich im Laufe der Veranstaltung, die von der Vorsitzenden von "Choisir la cause des femmes" Gisèle Halimi eröffnet wird, zur "Klausel der meistbegünstigten Europäerin" äußern.

Zwei Tage lang werden Vertreter des Europäischen Parlaments, der nationalen Parlamente und Frauenrechtlerinnen aus den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union im Rahmen von Workshops und Diskussionen ihre Meinungen austauschen. Außer einer Rundtischdebatte unter der Leitung von auf Gemeinschaftsrecht spezialisierten Juristen findet eine Diskussion zwischen Frauen aus den Ländern der Union für den Mittelmeerraum, die auf Europa hoffen, und Vertretern einiger dieser Staaten statt.

  • Aktualisiert am: 29.12.2008
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