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Die Klimakonferenz von Poznań bringt neuen Elan für die Verhandlungen im Jahr 2009

N. Kosciusko-Morizet, J.-L. Borloo, © Laurent Mignaux / MEEDDAT N. Kosciusko-Morizet, J.-L. Borloo © Laurent Mignaux / MEEDDAT
  • Datum: 13.12.2008
  • Ort: Poznań

Die 187 Unterzeichnerländer der Klimakonvention und des Kyoto-Protokolls kamen im polnischen Poznań zu einer fünfzehntägigen Konferenz zusammen, um zu entscheiden, welche Schritte auf dem Weg zu einer Einigung über einen neuen Vertrag Ende 2009 gegangen werden müssen.

Bis März/April 2009 sollen ein erster Vertragsentwurf, der als Verhandlungsbasis dienen soll, und
die zahlenmäβigen Verpflichtungen zur Verringerung der Treibhausgase der Industrieländer, die das Kyoto-Protokoll unterzeichnet haben, vorliegen. Diese Verpflichtungen stellen einen wichtigen Schritt dar, um festlegen zu können, welche Maβnahmen auf internationaler Eben ergriffen werden, um die Klimaerwärmung auf 2°C zu begrenzen.

Die Europäische Union hat nicht das Jahr 2009 abgewartet, sondern hat sich mit der einstimmigen Verabschiedung einer Reihe ehrgeiziger Maβnahmen durch die Staats- und Regierungschefs am 12. Dezember 2008 bei der Bekämpfung des Klimawandels an die Spitze gestellt. Über diese Maβnahmen soll eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 20% oder – im Falle erfolgreicher internationaler Verhandlungen – sogar 30% verwirklicht werden. Zum ersten Mal legt ein geographisches Gebiet mit 493 Millionen Einwohnern, das 15 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verursacht, einen modus operandi zur Bekämpfung des Klimawandels vor, der alle Wirtschaftsbereiche einbezieht. Die 11000 Industrieanlagen und Energieerzeuger, die 210 Millionen Haushalte, die 18 Millionen Neuwagen, die in der EU jährlich verkauft werden, und all die Produkte des täglichen Lebens, die Energie verbrauchen, werden schrittweise eine einzigartige Verwandlung in Sachen Energieverbrauch durchlaufen.

Ein bedeutender Fortschritt der Konferenz von Poznań ist die Solidarität, die gegenüber den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Ländern gezeigt wird. Der Anpassungsfonds ist funktionsfähig und wird ab 2009 Projekte in den schutzbedürftigsten Ländern finanzieren. Er wird insbesondere mit Geldern aus dem CO2-Emissionshandel ausgestattet, da sich die Europäische Union verpflichtet hat, 50 % der Erlöse der Bekämpfung des Klimawandels und der Unterstützung der Entwicklungsländer bei selbiger zu widmen.

Eine Einigung wurde zudem über die Art und Weise erzielt, wie die mit der Entwaldung verbundenen Emissionen berechnet werden, was den Weg frei macht für eine Einigung über die Kompensierung von verhinderter Entwaldung.

Ankündigung der Veranstaltung : Internationale Konferenz zum Klimawandel in Poznań

  • Aktualisiert am: 30.12.2008
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