Das integrierte Küstenzonenmanagement im Mittelmeerraum: Wie kann der Schwund der Artenvielfalt aufgehalten werden?
- Von: 18.12.2008
- Bis: 19.12.2008
- Ort: Nice
Das Kolloquium "Vom lokalen zum regionalen integrierten Küstenzonenmanagement im Mittelmeerraum: Wie kann der Schwund der Artenvielfalt aufgehalten werden?" wird vom französischen Ministerium für Ökologie, Energie, nachhaltige Entwicklung und Raumordnung zusammen mit dem ägyptischen Ministerium für Umweltangelegenheiten und dem Conservatoire du Littoral im Rahmen der französischen EU-Ratspräsidentschaft und des "Barcelona-Prozesses: Union für den Mittelmeerraum" organisiert.
An der Veranstaltung nehmen staatliche Behörden, lokale Gebietskörperschaften, Landschaftsschützer und Akteure vor Ort sowie Nichtregierungsorganisationen aus dem Mittelmeerraum teil. Das Kolloquium beschäftigt sich im Rahmen von vier Workshops insbesondere mit den wesentlichen Problemen bei der Umsetzung des am 21. Januar 2008 unterzeichneten Protokolls für integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM):
- Nachhaltiger Tourismus
- Klimawandel und Rückgang der Küstenlinie
- Austausch und Netzwerke: vernetztes Arbeiten zwischen den Akteuren, Governance,
Finanzierung, grenzüberschreitende Ansätze
- Netzwerk für geschützte Räume und ökologische Kontinuität
Ziel des Kolloquiums ist es, konkrete Lösungen für die auftretenden Schwierigkeiten zu finden und Handlungslinien für die Entwicklung langfristiger Initiativen vorzuschlagen, um den Schwund der Artenvielfalt im Mittelmeerraum aufzuhalten. Die Veranstaltung soll es, im Hinblick auf einen operationalen Ansatz für das integrierte Küstenzonenmanagement im Mittelmeerraum, ermöglichen, solche Fragen anzusprechen.
Die Unterzeichnung des Protokolls für integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM) durch 14 der insgesamt 22 Parteien der Konvention von Barcelona unterstreicht die Bedeutung einer solchen Vorgehensweise zum Schutz der Artenvielfalt im Mittelmeerraum einmal mehr. Dieses Protokoll soll die Kapitalisierung der von den Anrainerstaaten gemachten Erfahrungswerte ermöglichen, um ein nachhaltiges Management der Küstenräume zu verwirklichen und um die Mittel zu deren Schutz zu verstärken.
Denn die Erfahrungen des IKZM sind mannigfaltig und mobilisieren sowohl auf staatlicher, als auch auf lokaler Ebene die entsprechenden Akteure. Allerdings treffen diese Initiativen nach wie vor auf zahlreiche Hindernisse, die eine operationale und wirkliche Umsetzung des Protokolls im Mittelmeerraum verhindern: Fehlen einer langfristigen Finanzierung der Initiativen, einer wirksamen Aufarbeitung der terrestrischen und maritimen Problematiken, kaum Koordinierung der unterschiedlichen politischen Strategien für die verschiedenen Bereiche und Einbeziehung lokaler Akteure.
- Aktualisiert am: 31.12.2008


