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Rat "Landwirtschaft und Fischerei": Einigung bei den Gesamtfangmengen und den Quoten

Joe Borg - Michel Barnier, © Le Conseil de l'Union européenne Joe Borg - Michel Barnier © Le Conseil de l'Union européenne
  • Von: 18.12.2008
  • Bis: 19.12.2008
  • Ort: Brüssel

Der Rat „Landwirtschaft und Fischerei“ vom 18. und 19. Dezember erzielte eine einstimmige Einigung bei den zulässigen Gesamtfangmengen und den Fangquoten für 2009.

Nach Verhandlungen, die schneller als in den vergangenen Jahren abgeschlossen werden konnten, erzielten die Mitgliedstaaten eine einstimmige Einigung über die zulässigen Gesamtfangmengen, deren Verteilung und die damit zusammenhängenden Bedingungen für 2009. Diese wichtige politische Einigung setzt damit den Rahmen für die Fischereiaktivitäten im kommenden Jahr. Der Rat verabschiedete zudem, anknüpfend an ein Memorandum, das im Juni vorgelegt und von 19 Mitgliedstaaten unterstützt wurde, einstimmig Schlussfolgerungen über die Importe von Nahrungsmitteln, Tieren und Pflanzen. Abschließend lehnte der Rat den Vorschlag, die Behandlung von Geflügelschlachtkörpern mit chemischen Produkten (insbesondere Chlorprodukte, daher der Begriff „Chlor-Huhn“) zu erlauben, einstimmig ab.]

Die Verabschiedung dieser jährlichen Regelung war beschleunigt worden, da die Festlegung der Gesamtfangmengen vorausschauenderweise bereits im Oktober begonnen worden war. Der erzielte Konsens bezieht sowohl die wissenschaftlichen Empfehlungen, als auch die Prioritäten der Mitgliedstaaten ein und respektiert gleichzeitig die Pläne zur Bewirtschaftung und Wiederauffüllung der Bestände. Ab 2009 werden in bestimmten Zonen umfassende Maßnahmen zur Vermeidung von Rückwürfen umgesetzt und Studien für andere spezifische Zonen durchgeführt. Die Minister betonten, dass die für zahlreiche Bestände geforderten Anstrengungen ermutigende Perspektiven für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fanggründe darstellen.
Die Ratspräsidentschaft stellte des Weiteren einen Lagebericht für das Grünbuch zur Qualität von Agrarerzeugnissen vor, über das bis Ende des Jahres eine öffentliche Konsultation durchgeführt wird. Die Tschechische Republik, die dieses Thema zu einer ihrer Prioritäten gemacht hat, wird die Arbeit auf dieser Grundlage fortsetzen.

Der Rat verabschiedete ebenfalls den Zwischenbericht über tierische Nebenerzeugnisse, der das Ergebnis einer intensiven Expertenarbeit ist. Diese wird von der tschechischen Ratspräsidentschaft mit Blick auf eine Einigung mit dem Europäischen Parlament in erster Lesung fortgesetzt werden. Abschließend wurden die unter „Sonstiges“ fallenden Punkte behandelt. Irland und die Kommission erstatteten Bericht über den „Dioxin-Unfall“ im irischen Schweine- und Rindfleischsektor, Polen befragte den Rat erneut zum Thema der Nutzung der nicht ausgeschöpften Beträge des GAP-Budgets und Rumänien vermeldete, dass bei den durch Griechenland verhängten Einfuhrhindernissen für rumänische und bulgarisches Getreide eine Einigung erzielt werden konnte. Die Ratspräsidentschaft kündigte eine Ministerkonferenz der Union für den Mittelmeerraum zu Landwirtschaft und ländlicher Entwicklung in Ägypten an.

Fotos  - Europa   

  • Aktualisiert am: 30.12.2008
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