POLEN
Fläche: 312 683 km² - Bevölkerung: 38,19 Millionen - Hauptstadt: Warschau
Amtssprache: Polnisch - EU - Beitritt: 2004
Grundlegendes
Literatur. Zahlreiche polnische Schriftsteller werden weltweit übersetzt: Henryk Sienkiewicz, Nobelpreisträger des Jahres 1905, Wladyslaw Reymont, Nobelpreisträger des Jahres 1924, Stanislaw Ignacy Witkiewicz, Vorreiter des absurden Theaters, Bruno Schulz mit seinen fantastischen Geschichten. Zu den wichtigen zeitgenössischen Schriftstellern zählen Witold Grombrowicz, der in seinen Romanen und seinem Theater gegen alle Stereotypen kämpft, Slawomir Mrozek, Autor satirischer Theaterstücke oder Czeslaw Milosz, Nobelpreisträger des Jahres 1980, Wislawa Szymborska, Nobelpreisträger des Jahres 1996. Isaac Bashevis Singer, Nobelpreisträger des Jahres 1978, der relativ rasch in die USA emigrierte, hinterließ ein vielfältiges Werk, in dem er das verschwundene Universum der Yiddishen Welt wieder aufleben ließ.
Kino. Das polnische Kino nimmt ebenfalls weltweit eine wichtige Stellung ein. Die bekanntesten Vertreter dieses Genres sind Andrzej Wajda, Roman Polanski oder Krzysztof Kieslowski (Autor des berühmten, thematisch an die Zehn Gebote angelehnten Filmzyklus Der Dekalog).
Theater. Jerzy Grotowski, Tadeusz Kantor, Krystian Lupa und die jüngsten Vertreter – Krzysztof Warlikowski, Grzegorz Jarzyna, Jan Klata.
Visuelle Künste. Die Klassiker: Roman Opalka, Katarzyna Kobro, Alina Szapocznikow, Wladyslaw Strzeminski, Edward Krasinski, und die jüngsten Vertreter – Artur Zmijewski, Piotr Uklanski, Katarzyna Kozyra, Wilhelm Sasnal, Dominik Lejman.
Musik. Von Chopin über Karol Szymanowski, Witold Lutoslawski und Krzysztof Penderecki bis hin zu Pawel Mykietyn.
Organisation kulturpolitik
Die Formulierung der Ziele und die Finanzierung der Kulturpolitik unterliegen im Wesentlichen der polnischen Nationalverwaltung. Der Staat finanziert die nationalen Kultureinrichtungen weiterhin. Das Nationaltheater, die Nationaloper, die Staatsgalerie „Zacheta“, das Zentrum für zeitgenössische Kunst, das Königliche Schloss von Warschau und das Königliches Schloss von Wawel sind nur einige Beispiele für nationale Kultureinrichtungen, die in der Entwicklung der polnischen Kultur eine entscheidende Rolle spielen.
Seit kurzem spielen auch die lokalen Behörden eine wichtige Rolle in der Kulturpolitik.
Das Kulturministerium ist ein Regierungsorgan, das für die Gesetzgebung, die Festlegung der Kulturpolitik und die Kontrolle ihrer Umsetzung sowie für die Beobachtung der aktuellen Veränderungen und die Suche nach neuen Lösungen für die Finanzierung des Kultursektors verantwortlich ist.
Die übrigen, für die Kulturpolitik verantwortlichen Instanzen sind die Ausschüsse „Kultur“ und „Medien“ des Sejm und des Senats (die beiden Kammern des Parlaments). Sie setzen sich insbesondere für die Entwicklung des künstlerischen Schaffens, die Förderung der Kultur, den Schutz des Kulturerbes, die Entwicklung der Medien und der kulturellen Zusammenarbeit mit anderen Ländern ein…
Veranstaltungen in verbindung mit Polen
Tandem Frankreich - Polen
19. Dezember in Aix - en - Provence, Grand théâtre de Provence (wird noch bestätigt)
22. Dezember in Paris, Théâtre du Châtelet
Konzert
Sinfonia Varsovia
Leitung: Marc Minkowski
Programm: Moniuszko Halka, Olivier Greif, Emmanuel Chabrier, Alexandre Glazounov.
Weitere Termine…
27. Juni – 7. Juli in La Rochelle, Filmfestival von La Rochelle
Kino
Hommage an Walerian Borowczyk (1923 - 2006)
Eine Auswahl von Kurzfilmen (Trickkurzfilme und Collagefilmen mit dem Regisseur Jan Lenica: Es war einmal, Les Sentiments récompensés, L’Étendard de la jeunesse…) und Spielfilme (Goto, Insel der Liebe, Blanche, Geschichte einer Sünde) zum Wiederentdecken eines Künstlers mit zahlreichen Talenten. In Zusammenarbeit mit dem polnischen Kulturinstitut in Paris.
22. Juli in Nizza, Jazzfestival von Nizza (Szene Matisse)
Konzert
Konzert des Trios Wasilewski/Kurkiewicz/Miskiewicz.
23. September – 26. Oktober in Paris, Maison européenne de la photographie (Europäisches Haus der Fotografie)
Ausstellung
Roman Cieslewicz
Ausstellung der Arbeiten von Roman Cieslewicz, dessen Talent sich in zahlreichen Bereichen ausdrückt: Plakatkunst, Illustration, Formatierung für die Presse, Werbung, Verlagswesen und Ausstellungskataloge, collages ludiques (wörtlich: spielerische Collagen)
1. – 7. Oktober in Paris, Reflet Médicis und in Lyon, Cinémas CNP
Kino
Polnische Kinowoche
Erleben und Wiedererleben des polnischen Kinos mit 14 Filmen von Gestern und Heute: 7 große Klassiker und 7 zeitgenössische, in Frankreich noch unbekannte Filme. Filmprojektionen und Diskussionsreihen in Anwesenheit von Regisseuren und Kinohistorikern.
24. – 25. Oktober in Paris, Bibliothèque polonaise
Kolloquium
Polen, Russland und Europa
Internationales Kolloquium; Organisation: Gessellschaft der Geschichte und Literatur Polens. Mit der Teilnahme von u. a. Hélène Carrère d’Encausse, Bronislaw Geremek, Jean - Bernard Raimond, Hubert Védrine.
Weitere Informationen :
Institut polonais
31 rue Goujon - 75008 Paris
Tél.: 01 53 93 90 10
http://www.institut.pologne.net
secretariat@institut.pologne.net
- Aktualisiert am: 17.07.2008

