Picasso und die Meister
- Von: 08.10.2008
- Bis: 02.02.2009
- Ort: Paris
Picasso und die Meister
Agenda
Vom 8. Oktober 2008 bis 2. Februar 2009
Praktisch
Grand Palais, ParisDie in den staatlichen Galerien des Grand Palais gezeigte Ausstellung "Picasso und die Meister" versteht sich als eine erste Bilanz. An die 210 Werke wurden aus diesem Anlass zusammengetragen. Sie stammen aus den renommiertesten, öffentlichen und privaten, Sammlungen des In- und Auslands. Die Ausstellung konfrontiert, jenseits von stilistischen Brüchen und formellen Innovationen, die Vergangenheit mit der Gegenwart und zeigt in einem Parcours, in dem sich thematische und chronologische Ansätze begegnen, Picassos Malerei folgend, die den alleinigen Leitfaden bildet: Greco, Velasquez, Goya, Zurbarán, Ribera,
Melendez, Poussin, Le Nain, Dubois, Chardin, David, Ingres, Delacroix, Manet, Courbet, Lautrec,
Degas, Puvis de Chavannes, Cézanne, Renoir, Gauguin, Douanier Rousseau [Rousseau, der Zöllner], Titian, Cranach, Rembrandt, Van Gogh. Spanische, französische, italienische, deutsche Maler bilden den pluralen Hintergrund eines gestrafften Motivs, bei dem die Malerei von der Malerei lernt. Ein Bildkannibalismus ohne gleichen, der zum System erhoben wird, ist beim Vorgehen Picassos am Werk: Gemaltes wird gemalt. Diese neue Methode versetzt die Malerei ins Zentrum der Weltkenntnis. Sie bricht mit den akademischen Verfahren der Weiter- und Wiedergabe der Tradition - Kopie, Paraphrase, Zitat. Übertragung, Nachahmung, Verfremdung, Entstellung sind einige Darstellungsformen der von Picasso gegenüber seinen Lieblingsmalern eingesetzten Strategie. Er hat so den modus operandi des modernen und zeitgenössischen kreativen Schaffens befruchtet, indem er es bisweilen auch zu perverser Vervielfältigung, zu Ironie und Pastiche treibt. Französische Präsidentschaft verpflichtet. Den Audioguide der Ausstellung gibt es in den 23 offiziellen Sprachen der Europäischen Union.
- Aktualisiert am: 10.10.2008

